Reptilien und Katzen
Reptilien und Katzen....eigentlich könnte man sagen, dass es ein heiss diskutiertes Thema ist. Auch spaltet es die Fronten der Tierhalter.
Ich schätze beide Arten und möchte sie auch nicht mehr missen. Und deswegen hab ich mir mal ein paar Gedanken gemacht....
Warum ich mir dazu Gedanken mache? - Ich lebe seit zig Jahren mit Katzen zusammen und hab seit etwa 2 Jahren noch Schlangen und Vogelspinnen. Ist ja eigentlich nichts problematisches, aber unter meinen Katzen ist eine, welche regelrecht "heiss" darauf ist, zu den Schlangen zu kommen. Die anderen finden es nur toll, das die Lampen so schön warm sind und sie einen neuen warmen Aussichtspunkt haben.
Nur, warum ist eine darunter welche auf die Schlangen so "scharf" ist?
Ich behaupte mal, es ist ihr "Tick". Jede Katze hat besondere Vorlieben. Die eine spielt nur mit grünen Luftballons, die andere hört liebend gerne irgendwelche Glöckchen, und wiederum andere finden besondere Gerüche so toll.
Dazu muss man sagen, dass Katzen von der Natur her die perfekten Killer sind. Sie besitzen ein sehr gutes Gehör (sie hören selbst im Schlaf noch auf 10m eine Maus vorbeilaufen), sie haben gute Augen, welche in der Dunkelheit als Restlichtverstärker dienen, eine feine Nase die fast (aber auch nur fast) so gut ist wie die eines Hundes, sie sind von der Wirbelsäule sehr beweglich und ihre Sprungkraft ist enorm. Weiterhin besitzen sie als Waffe scharfe spitze Krallen und ebenso spitze Zähne. Auf Grund ihrer Tasthaare sind sie sogar in Lage leichte Luftvibrationen aufzunehmen und zu deuten.
Die Natur hat die Katze so geschaffen damit sie alleine überleben kann, nur der Mensch hat sie in verschiedene Rassen gezüchtet.
Auch gilt eine Katze als sehr grausam, da sie öfters beobachtet wurde, wie sie eine Maus "zu Tode spielte". Für sie ist es nicht grausam sondern lebensnotwendig, da sie so ihre Reflexe noch verfeinern kann und im Moment eh noch keinen richtigen Hunger hat.
Auch gibt es Fälle wo die Katzen sich auf ihre Jagdobjekte spezialisiert haben. Die einen fangen mehr Vögel, die anderen jagen halt mehr Ratten oder Mäuse und zur Not halten auch Insekten her.
Doch warum ausgerechnet Reptilien, mag jetzt jeder Terrianer fragen...
Ist es die Bewegung des Reptils? Muss ja eigentlich im Auge einer Katze so ziemlich skuril erscheinen... Ist es das Aussehen? Oder ist es wirklich der Geruch?
Bevor man jetzt wegen des Geruch´s ein Lachen verspürt sollte man sich vor Augen halten, dass Mensch in der Hinsicht absolut Geruchstaub ist. Katzen "erschnüffeln" schon lange vorher verdorbene Nahrung, bevor wir es überhaupt riechen geschweige denn sehen können.
Zurück zu meinen Beobachtungen. Wie gesagt ist in meiner Meute eine Katze darunter, welche sich mehr als mir lieb ist für die Reptilien interessiert. Selbst wenn die Schlange sich vor die Scheibe legt und sich nicht bewegt, wird wehemend versucht sich durch die Scheibe zu kratzen (was mir dann die Nackenhaare zu Berge stehen lässt, da dies dem Geräusch von Fingernägeln auf der Tafel ziemlich nahe kommt). Die Katze ist so auf die Schlangen fixiert, dass man gar nicht leise genug die Terrarienscheibe aufschieben kann, ohne dass sie auf einmal neben oder über einem hockt. Und prompt wird dann auch von der Katze jegliches Geruchsmolekül absorbiert, was man dann an einem aufgeregten Schaufen hören kann. Warscheinlich findet sie auch den Geschmack so toll, da sie mir auch schon ein paar Häutungen geklaut und gefressen hat.
Fakt ist aber dass ich als Halter von Schlangen und Katzen in der Pflicht bin aufzupassen, damit keine Unfälle passieren. Auf Grund der perfekten Jadgausstattung der Katze sind somit bei einer Schlange schwere Verletzungen vorprogramiert. Und es könnten Verletzungen sein, die noch nicht mal der beste Tierarzt zusammenflicken kann.
Im Gegenzug werden mit Sicherheit so einige Terrianer aufschreien und sagen das die Katzen ein absoluter Stressfaktor für die Reptilien sind. Mag ja vielleicht bei einigen Reptilienarten so sein, ich hab aber in meinem Haushalt festgestellt, das sich teilweise die Schlangen einen "Spass" damit erlauben mein schwarzes "Monster" damit zu ärgern, dass sie genau vor ihrer Nase entlangschlängeln. Auch beguckt man sich mal ganz gerne Aug in Aug durch die Scheibe. Auch wenn Reptilen ein nicht so großes Hirnpotential besitzen sind sie anscheinend doch in der Lage zu unterscheiden ob die Glasscheibe ein Schutzfaktor für sie ist, oder nicht.
Wenn man Katzen und Reptilien in einem Haushalt hat, wie geht man damit um? Eigentlich ganz einfach: Man hat seine Augen überall und lässt größte Vorsicht walten. Das Zusammenleben mit beiden Arten ist möglich und sollte nicht wie so oft verteufelt werden. Man glaubt es kaum, aber auch Katzen kann man erziehen. Es dauert halt nur etwas länger.
Beobachtungen der Tiere sind unerlässlich. Ich habe für mich entschieden, dass mein "schwarzes Monster" die Angewohnheiten eines Mungos besitzt und halt immer wehemend zu den Reptilien will, und dementsprechend muss ich mich vorbereiten wenn ich auch nur ein Terrarium öffnen möchte.
Auch möchte ich hier die wildlebenden Katzen in unseren Städten in Schutz nehmen. Es wird behauptet, das ausgerechnet die Katzen die wildlebenden einheimischen Reptilien entweder schon ganz oder teilweise ausgerottet haben. Entschuldigung, aber sollte sich Mensch nicht mal an die eigene Nase fassen?? Wer hat denn angefangen, die irgendwann unbeliebte Katze des Hauses zu verweisen und hat diese noch nicht mal kastrieren lassen, weil es wieder ein paar Euro kostet?? Wer legt denn Tümpel trocken und rodet Wälder nur damit noch ein Häuschen Platz hat?
Ein Stadtmensch ahnt ja gar nicht, wie viele unkastrierte wild lebende Katzen hier in den Städten rumlaufen. Und dann kommen noch die Freigänger. Das sind die Katzen, welche in einem Haushalt leben aber trotzdem nach draußen dürfen. So einige sind auch nicht kastriert. Somit ist dann in der Hinsicht die nächste Katzenpopulation vorprogramiert. Da sollte man vielleicht mal darüber nachdenken und überlegen, wie man Artgerecht die Population gemindert bekommt.
Jeder Terrianer welcher ein Freigehege für seine Lieblinge eingerichtet hat, sollte dieses auch zur Vorsicht "Katzeneinbruchsicher" gestalten. Und nicht wehemend den Nachbarn damit drohen die Katze zu vergiften, sollte sie sein Grundstück betreten. Damit hat der Terrianer jede Menge Haushalte mit seinen Drohungen abzuklappern, da der Bewegungsradius einer Freigängerkatze bei etwa 5 km liegen kann. Auch kann Katzenbesitzer einen hohen Zaun um sein Grundstück ziehen, damit Katze eben am Haus bleibt. Nur dass sich dann die direkten Nachbarn beschweren könnten, da der Zaun so gute 2 m hoch sein muss, sonst geht die Katze drüber....Womit wir dann bei dem Streitthema sind dass eine Katze unbedingt nach draußen soll oder nicht. Tja...da scheiden sich selbst die Geister der Katzenhalter. Katzen haben einen Bewegungsdrang, und es ist wirklich vom Typ der Katze abhängig, ob sie drinnen oder draußen besesr aufgehoben ist. Nur wer einen Freigänger einsperrt, weiss wie Mensch darunter leidet. Katzen sind Gewohnheitstiere und haben einen eigenen Willen. Denen kann man nicht wie einem Hund den eigenen Willen aufzwingen (ist warscheinlich noch so ein Grund, weswegen die Katzen so verhasst sind, da sie sich schwer was sagen lassen). Auch wenn man die Katzen als reine Wohnungskatzen hält, ist Mensch in der Pflicht die Katzen zu bespaßen oder denen Möglichkeiten zur "Selbstentfaltung" zu geben.
Ja also was macht man dann da??
Ich denke mal dass jeder Terrianer dazu bestrebt ist eine gewisse Tierart zu erhalten. Das heisst aber auch im Umkehrschluss dass man dadurch jegliches Leben respektieren muss. Warum dann die Katzen so verteufeln und alle Arten der Tötung des Tieres in Betracht ziehen??
Ich möchte jetzt hier auch nicht alle Terrianer verteufeln, sondern einfach mal darum bitten den teilweise bestehenden Tunnelblick auf ihre Lieblingstierart zu erweitern und auch mal ein Augenmerk auf andere Tierarten zu richten. Die Natur lebt von der Vielfalt der Tiere und besteht nicht nur aus ein oder zwei Arten.
Vielleicht wird sich ja irgendwann eine passende Lösung für beide Fronten finden lassen....
In diesem Sinne und nachdenkliche Grüße
Sebat
Lungenenzündung Tigerpython Teil 4
Am Freitag wieder zur Kontrolle gewesen.
Diagnose: 90% Lebenskandidat !
Sie bekommt jetzt noch erstmal bis Freitag weiterhin Antibiotika um die letzten Reste zu killen. Weiterhin bekommt sie immer noch Bioserin und NaCl gegen ihren körperlichen Abbau, und sie hat Heißhunger ! Ein Küken wurde heut noch zusätzlich mit Vitamin B6 geimpft um ihren Darm und ihre Leber aufzubauen und nachdem sie das Küken vertilgt hatte, guckte sie noch etwas gierig aus der Kiste, sodass ich erstmal hektisch noch ein Küken auftaute, welches sie mir mit einer rasenden Geschwindigkeit aus der Pinzette riss.
So wie es aussieht kann wohl hoffentlich ab nächste Woche die Anschlußheilbehandlung mit ihr beginnen.
Ihr Partner bekommt auch noch weiterhin Antibiotika, um seine Entzündung im Maul zu beheben, die er auf Grund des stärkeren Antibiotikas bekommen hatte. Diese wurde zum Glück im absoluten Anfangsstadium erkannt. Auch er ist absolut gierig nach dem Futter.
Ich hoffe, dass diese 2 Monate Marathon sich gelohnt haben und das die Albino keinen Nierenschaden bekommt. Eine Tendenz dazu wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach haben und dies werden wir peinlichst genau beobachten müssen. Ich hoffe auch, dass sie die Narben und Hämatome verarbeiten kann, die wir ihr in den zwei Monaten leider zufügen mussten.
Auch hoffe ich, dass sie weiterhin so lieb bleiben wird, obwohl wir sie in den letzten 2 Monaten echt mit den Spritzen egal ob s.c. oder oral quälen mussten.
Lungenenzündung Tigerpython Teil 3
In den letzten Wochen ist so einiges passiert.
Die "Paradoxe Behandlung" (nennen wir es mal so) scheint zu greifen. Es geht so langsam bergauf. Durch das Bioserin und NaCL blieb die Albino stabil, und mit der Zeit reduzierte sich die Schleimansammlung im Rachenraum erheblich.
Niesen ist so gut wie gar nicht mehr zu hören, und aus der Nase kommen bei Aufregung noch ein paar Schleimbläschen.
Ob jetzt das Spenglersan auch einen Beitrag geleistet hat, da können sich jetzt die Geister scheiden. Seit letzter Woche bekommt sie auch zusätzlich noch eine orale Gabe von Vitamin C.
Ein angebotenes Kücken wurde auch verputzt und ist auch nicht wieder erbrochen worden. Seitdem ist sie flinker und auch lebhafter geworden.
Der Tierarzt konnte es kaum glauben, dass die "Todeskandidatin" so fit ist. Als Leberschutz gab es Vitamin B6 s.c.
Antibiotika (die "harmlosere" Variante) wird immer noch verabreicht. Wenn ich die ganzen Hämatome an ihr sehe, könnt ich heulen, aber es ist halt die Reaktion auf das Antibiotika.
Inwieweit die Niere jetzt was abbekommen hat, kann noch nicht gesagt werden. Wenn wir wirklich Glück haben, bekommt sie keinen Nierenschaden.
Morgen bekommt sie das nächste Kücken. Ich möchte sie nicht mit Futtertieren in ihrer passenden Größe noch mehr belasten. Dann soll sie halt lieber alle paar Tage ein Kücken futtern.
Hoffentlich hat der Tanz bald ein Ende....
Lungenentzündung Tigerpython Teil 2
Witzig ist anders. Ich habe den Laborbericht über den Rachenabstrich und die Diagnose ist:
Pseudomonas aeruginosa mäßig viel
Super !! Dieser Bakterienstamm ist so gut wie gegen alle Antibiotika resistent. Nein, stimmt nicht ganz. Gegen zwei Antibiotika ist dieser Stamm nicht resistent. Problem ist, das eine wirkt nicht und das andere ist für die Schlange tödlich.
Nun besteht die Hoffnung auf ein Antibiotika, welches mal eben die Nieren schädigen könnte. Das Männchen können wir erstmal mit einer "harmloseren Variante" von Antibiotika behandeln, da dieser ja mit dem Weib zusammenhockt. Zum Glück hat er noch nicht so starke Symptome. Jetzt bleibt erstmal nur zu hoffen, dass nach 5 Tagen das Antibiotika greift und es dem Weibchen besser geht. Ohne Nierenschaden. Ist halt alles Mist ......
Lungenentzündung der Tigerpython
Unser Tigerpython Weibchen macht mir irgendwie Sorgen. Letzten Monat wurde vom TA eine Lungenentzündung festgestellt, welche wir mit Antibiotika behandelt haben. Allerdings scheint dies nicht ganz angeschlagen zu haben, da sie immer noch leicht schnauft. Also werden wir wohl wieder zum TA gehen dürfen um die nächste Ladung Antibiotika abzuholen. Zum Glück hat sie trotzdem letzte Woche gefressen, also gehts ihr schon mal etwas besser. Ich werde dann auch mal mit dem TA absprechen, inwieweit man auf alternativen Wege das Immunsystem aufpeppen kann, damit sie endlich diese Lungenentzündung weg bekommt.
Königspython liebt Handtuch
Mal was Neues von meinen "durchgeknallten" Königspython.
Zur Vorgeschichte: Die Babu musste ich vorgestern baden, da sie dabei war sich schlechter als schlecht zu häuten. Die Haut war in absoluten Fetzen und die Augen waren auch nicht frei. Flux wurde die Waschschüssel rausgeholt, angenehmes warmes Wasser rein und dann Babu rein. Nach einem kurzen anfänglichen "Igitt" fand sie es so toll, dass sie überhaupt nicht mehr aus dem Wasser wollte. Dabei hab ich festgestellt, dass sich auf den Augen gleich zwei Häutungen befanden (hier nochmal herzlichen Dank an den Vorbesitzer). Beim Abtrocknen meinte sie dann aber das Handtuch wehemend fest zu halten. Ich hatte auch keinen Bock auf Gezerre, also hab ich sie halt mit Handtuch ins Terrarium gesetzt. Völlig ungewöhnlich fand ich dann auch noch, dass sie auf ihr Futter gepocht hat, obwohl sie gerade doch für nen Königspython mehr als Stress hatte..
Naja...auf jeden Fall blieb das Handtuch im Terrarium und was meinte dann Mandisa machen zu müssen?? Sie liebt das Handtuch ohne Ende. Sie stöberte gestern im Handtuch rum, lag die ganze Zeit da drauf, "knubbelte" es indem sie sich da drum wickelte und selbst als Alex sie in eine andere Ecke gesetzt hat, da strebte sie sofort wieder auf das Handtuch zu.
Und was ist heute??
Seht selbst:

Wat mach ich denn jetzt überhaupt? Ich wollte morgen die Quarantäne aufheben und die Zellstofftücher gegen Einstreu wechseln und alles einrichten....Nu hab ich echt das Gefühl dass ich das Handtuch da drin lassen muss....
Such das Tier
Na da hab ich wieder mal was angerichtet....
Wollt ich doch mal meinem Stöpsel (Brachypelima smitti) doch mal was neues gönnen und hab dem kleinen Ding das Terrarium neu eingerichtet. Und nu? Nu such ich die Kleine wie stumpf. Wie gut dass man sich bei der an die Farbe der Beine orientieren kann.
Anscheinend findet sie die neue Umgebung gar nicht mal so übel, sie hat sich zumindest nicht so verkrochen, dass ich sie überhaupt nicht finde. Nur muss ich mich jetzt auf ner Kiste stellen und von oben nach ihr gucken.....

egal...Hauptsache sie hat jetzt was zum "stöbern" und hat jetzt die Gelegenheit die Umgebung so richtig zu erkunden...Viel Spass bei der Heimchen suche